4. Januar 2010
Editorial
Liebe Nutzerinnen und Nutzer,
zum ersten Mal begrüße ich Sie auf dieser Seite als neue Geschäftsführerin der Volkshochschule Lingen gGmbH. Eine neue, unbekannte und ungewohnte Situation, für Sie und für mich. Fangen
wir im Sinne Sokrates also mit „Kleinigkeiten“ an: Wer ist sie denn nun, die „Neue“ an der Volkshochschule? Lernen Sie mich ein wenig kennen. Mein Lebensweg führte mich aus Thüringen hierher und in meiner Biografie spiegelt sich die politische Entwicklung der letzten 20 Jahre in Deutschland wieder.
Geboren 1963 in Greiz habe ich an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena Philosophie und Geschichte studiert und sah meine Karriere schon geradlinig auf die Universität zulaufen. Die Wende 1989 forderte von mir ein völliges Umdenken. Ein Studium der Betriebswirtschaft schloss sich an, vielfältige berufliche Erfahrungen sammelte ich in Unternehmen der Baubranche, als Dozentin in der Erwachsenenbildung und als betriebswirtschaftliche Leiterin bei der VHS Emden.
Meine beiden Töchter sind bereits erwachsen und gehen ihre eigenen Wege. Deshalb fällt es mir leicht, in Ihrer schönen Region nun einen neuen Arbeits- und Lebensmittelpunkt für mich zu finden.
Mein biografisches Fazit: Es kommt immer anders als man denkt und Flexibilität ist eine der wichtigen Eigenschaften, die man besitzen sollte.
Liebe Leserin, lieber Leser, Ihnen ist die Volkshochschule eine vertraute Einrichtung mitten in Ihrer Stadt beziehungsweise Ihrer Gemeinde, die sich als historisch gewachsene, öffentlich geförderte, gemeinnützige Einrichtung der Erwachsenenbildung profiliert hat. Ihre Zufriedenheit mit der VHS ist überdurchschnittlich gut. Dies zu erhalten und zu stabilisieren wird meine Aufgabe sein. Aber Gutes zu erhalten allein reicht nicht aus für eine zukünftige, gesicherte Existenz an bewegten Bildungsmärkten. Schritt für Schritt geht es um nichts weniger als um neue Wege in der Erwachsenenbildung, bedarfsgerechter, innovativer, den politischen Diskussionen um „Lebenslanges Lernen“ in Deutschland und Europa folgend, aber auch immer am Gemeinwohl orientiert. Diese Erneuerung sehe ich als Chance und Herausforderung für mich und für alle bei der VHS Lingen, denen Bildungsarbeit „Herzensangelegenheit“ war und ist. Jeder, der lernen will, soll es auch können, am Angebot und an Finanzierungsmöglichkeiten darf und soll es nicht scheitern. Dafür setze ich mich als neue Geschäftsführerin der VHS Lingen ein.
Jetzt haben Sie ein wenig über mich erfahren, ich hoffe aber auch in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten auf viele Gespräche mit Ihnen, um Sie besser kennen zu lernen und von Ihren Wünschen und Anregungen zu hören. In diesem Sinne lade ich Sie ganz herzlich ein, gemeinsam mit uns vom VHS-Team und den erfahrenen Dozenten und Dozentinnen der Volkshochschule auf der Basis des umfangreichen Kursangebots des 1. Semesters 2010 einen gemeinsamen Weg des „guten Gelingens“ zu gehen.
Ihre
Ute Bischoff